Nachrichten aus dem Göttingen Campus

Jedes Jahr bewerben sich Spitzenforscher beim Europäischen Forschungsrat (ERC) um Fördermittel, besonders begehrt sind die hochdotierten ERC Advanced Grants. Der Göttinger Max-Planck-Direktor Patrick Cramer war dabei jetzt bereits zum dritten Mal erfolgreich – eine Ausnahmeleistung. Der Biochemiker erforscht, wie Zellen die im Erbgut gespeicherte Information nutzen. Seine Arbeit zur Regulation dieses fundamentalen Prozesses wird nun mit rund zwei Millionen Euro gefördert.
Wie entsteht aus einer befruchteten Eizelle ein Lebewesen? Wie werden Nerven-, Muskel-, oder Hautzellen gebildet? „Unsere Gene sind in verschiedenen Zellen unterschiedlich aktiv“, weiß Cramer, der am Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie die Abteilung Molekularbiologie leitet. Zellen steuern je nach Bedarf, welche Gene sie aktivieren, um die in ihnen gespeicherte Information abzurufen. Nur von aktiven Genen werden Kopien in Form…
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Verstorben am 21. März 2020 im Alter von 77 Jahren
Professor Dr. Reinhard Grunwald, ehemals Kaufmännischer Leiter des Deutschen Primatenzentrums, ist nach langer schwerer Krankheit am 21. März 2020 im Alter von 77 Jahren in Göttingen verstorben. Der gebürtige Göttinger war einer der ersten an der Doppelspitze des DPZ. Am 1. September 1978 übernahm er das Amt des Administrativen Geschäftsführers des erst 1977 gegründeten Deutschen Primatenzentrums – Leibniz-Institut für Primatenforschung in…
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DLR rüstet 3D-Drucker für medizinische Schutzausrüstung um
Wo normalerweise Modelle für die Luft- und Raumfahrtforschung hergestellt werden, kann in Zeiten der Corona-Krise medizinische Schutzausrüstung gefertigt werden: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat erfolgreich die Umstellung seiner 3D-Drucker getestet. Anlass der Prüfung war eine Anfrage der Europäischen Kommission zur Unterstützung bei der Herstellung dringend benötigter medizinischer Geräte. In der Anfrage geht es konkret…
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Nicht nur Homo sapiens nutzte Meer als Nahrungsquelle – Auswirkung auf Fähigkeiten vermutet
Bereits die Neandertaler ernährten sich vor über 80.000 Jahren regelmäßig von Muscheln, Fisch und anderen Meeresbewohnern. Den ersten umfangreichen Nachweis dafür fand ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Göttingen bei einer Ausgrabung in der Höhle von Figueira Brava in Portugal. Dr. Dirk Hoffmann vom Göttinger Institut für Isotopengeologie datierte Sinterlagen – Kalzitablagerungen, die wie Stalagmiten aus…
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Göttinger Infektionsforscher identifizieren potentielles Medikament
Um eine Krankheit auszulösen, müssen Viren in Körperzellen eindringen. Dazu heften sie sich an geeignete Zellen an und schleusen ihre Erbinformation in diese Zellen ein. Infektionsforscher vom Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen haben zusammen mit Kollegen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin untersucht, wie das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 in Zellen eindringt. Sie haben ein zelluläres Enzym…
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Göttinger Forscher warnen vor Engpass an Intensivplätzen für Corona-Patienten
Angesichts der rasch ansteigenden Zahl bekannter Corona-Infektionen in Deutschland und Europa sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Göttingen Campus in großer Sorge. Diese gründet sich auf die jüngste Abschätzung der in den kommenden Wochen zu erwartenden Fallzahlen und der verfügbaren Zahl von Intensivpflege-Betten in Deutschland. Die von Bund und Ländern getroffenen Maßnahmen zur Begrenzung des Anstiegs sind zwar restriktiv, aber…
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Göttinger Forschungsteam stellt neue Nanosheets für die nahe Infrarot-Bildgebung her
Ägyptisch Blau ist eines der ältesten künstlich hergestellten Farbpigmente. Es ziert beispielsweise die Krone der weltberühmten Büste der Nofretete. Aber das Pigment kann noch mehr. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Dr. Sebastian Kruss vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Göttingen hat auf Basis des Ägyptisch Blau-Pigments ein neues Nanomaterial hergestellt, das ideal für Anwendungen in der Bildgebung mittels…
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Erdmantelgesteine aus Grönland liefern Hinweise auf Ursprung von Ozeanen und dem Leben
Ein internationales Team von Geologen hat Hinweise dafür gefunden, dass ein Großteil der für die Entstehung von Ozeanen und dem Leben wichtigen Elemente wie Wasser, Kohlenstoff und Stickstoff dem Planeten Erde in seiner Geschichte erst sehr spät hinzugefügt wurden. Dies widerlegt die häufige Annahme, dass diese Elemente bereits zu Beginn des Wachstums der Erde vorhanden waren. Das meiste Wasser kam vielmehr erst auf die Erde, als diese sich schon…
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Max-Planck-Forscher entdecken erstes Protein, das die Fettsäure-Synthase reguliert
Keine andere Infektionskrankheit tötet mehr Menschen als die Tuberkulose. Sie wird durch Mykobakterien ausgelöst, die überwiegend die Lunge aber auch fast jedes Organ befallen können. Um die Erreger zu bekämpfen, ist die Fettsäure-Fabrik des Bakteriums ein wichtiger Ansatzpunkt. Die Fettsäure-Synthase (kurz FAS) gilt als eine der komplexesten zellulären Maschinen. Doch wie sie gesteuert wird, stellt Wissenschaftler auch nach 50 Jahren intensiver…
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Forscherinnen und Forscher werfen ein neues Licht auf die Dynamos in Hauptreihen- und Riesensternen.
Die Aktivität verschiedener Sterne kann sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Die Sonne beispielsweise ist mit ihren koronalen Massenauswürfen, ihren Flares und Sonnenflecken im astronomischen Vergleich eher mäßig aktiv. Andere Sterne bieten deutlich mehr: etwa riesige Sternflecken, die einen Großteil ihrer Scheibe bedecken. Seit Langem ist klar, dass die Magnetfelder, die im Innern der Sterne in einem Dynamo-Prozess entstehen, für diese…
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