Nachrichten aus dem Göttingen Campus

Chemische Mikroreaktoren bilden neue Systeme aus intelligenter aktiver Materie
In nicht-reziproker aktiver Materie wirken Akteure unterschiedlich aufeinander ein, was scheinbar im Widerspruch zum dritten Newtonschen Gesetz steht. Dieses Prinzip kann zu verschiedenen Eigenschaften aktiver Materie führen, wie beispielsweise Selbstantrieb, molekulare Regulation und kollektive Bewegung. Ein neues Modell beschreibt nun, wie solche nicht-reziproken Wechselwirkungen spontan zwischen chemisch aktiven Vesikeln entstehen können.…
Acht Tage lang hat Marsrover „Charlie“ die spanische Desierto de Tabernas erkundet. Das wissenschaftlich-technische Team im Kontrollzentrum konnte so für den Ernstfall üben.
Mit ihrem unwegsamen Sand und Geröll, ihren tiefen Steilhängen und ausgetrockneten Flussbetten ist die andalusische Desierto de Tabernas eine bizarre Landschaft. Als einzige Wüste auf dem europäischen Festland bot die Region nicht nur eine eindrucksvolle Kulisse für Indiana Jones-Filme der späten 1980er Jahre, sondern gilt Forschenden auch als besonders marsähnlich: der perfekte Ort für einen Marsmissions-Härtetest. Als Vorbereitung auf den…
Göttinger Forschungsteam untersucht Konkurrenz in Baumbeständen
Licht, Wasser, Nährstoffe: Der Kampf um Ressourcen im Wald groß. Besonders nach sogenannten Mastjahren, in denen Pflanzen sehr viele Keimlinge produzieren, beginnt ein „Wett-Wachsen“. Ob Höhenunterschiede zwischen den kleinen Bäumen im ersten Jahr ihres Lebens für ihre künftige Entwicklung relevant sind, selbst wenn sie nur ein bis zwei Zentimeter betragen, war bisher jedoch unklar. Forschende der Universität Göttingen konnten nun zeigen:…
Mit dem internationalen Symposium „Bioimaging across scales“ zog der Göttinger Exzellenzcluster „Multiscale Bioimaging“ (MBExC) Bilanz aus acht Jahren fachübergreifender Spitzenforschung.
Mit dem internationalen Symposium „Bioimaging across scales“ zog der Göttinger Exzellenzcluster „Multiscale Bioimaging“ (MBExC) Bilanz aus acht Jahren fachübergreifender Spitzenforschung: Innovative Bildgebungsverfahren wurden entwickelt, molekulare Strukturen aufgedeckt und neue Einblicke in die Funktion von Herz und Gehirn gewonnen. Die MBExC-Förderung läuft Ende 2027 aus, die geschaffenen Strukturen und die Forschung werden fortgeführt. Die…
Forschende am Deutschen Primatenzentrum identifizieren zelluläre Prozesse, die am Beispiel der Weißbüschelaffen zeigen, wie unterschiedlich sich Gehirne entwickeln
Die meisten Primatenarten besitzen ein relativ großes Gehirn, dessen Oberfläche starke Wölbungen und Furchen aufweist. Bei Weißbüschelaffen (Callithrix jacchus) ist das nicht der Fall. Das Gehirn der kleinen Affen ist glatt und nahezu ungefaltet. Forschende am Deutschen Primatenzentrum (DPZ) – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen haben in einer aktuellen Studie untersucht, welche zellulären Prozesse während der Embryonalentwicklung…
Forschungsteam untersucht Behandlungsmethode zur Verzögerung der Süßkirschen-Blüte
Der Klimawandel lässt viele Obstbäume früher blühen – und erhöht damit das Risiko, dass ihre Blüten von Spätfrösten im Frühjahr geschädigt werden. Eine Studie der Universität Göttingen zeigt, dass ein bestimmter Pflanzenwachstumsregulator, „Ethephon“, die Blüte der Süßkirschsorte „Kordia“ verzögern und damit eine Möglichkeit bieten kann, die Blüte zeitlich aus der Phase möglicher Spätfröste zu verschieben. Bei einer weiteren Süßkirschsorte sowie…
Die Meteoritensammlung der Max-Planck-Gesellschaft hat ein neues Zuhause am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen gefunden.
4780 Proben von mehr als 1932 Meteoriten umfasst die neue Sammlung am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Als Forschungssammlung bietet sie eine außerordentliche Bandbreite verschiedener Meteoritenklassen und zählt zu den umfangreichsten und vielfältigsten der Welt. Unter den Proben finden sich metergroße Scheiben tonnenschwerer Eisenmeteorite ebenso wie kaum millimetergroße, hochporöse Krümelchen; unscheinbare Brocken ebenso wie…
Kollektive Bewegung ist in der Natur weit verbreitet, beispielsweise in Tiergruppen oder auch in Menschenmengen. Wenn alle Individuen genau denselben Bewegungsregeln folgen, ist die kollektive Bewegung vergleichsweise robust. Kollektive bestehen jedoch selten aus identischen Akteur*innen, da sich die individuellen Verhaltensweisen in ihrer Stärke oder sogar in ihrer Absicht unterscheiden können. Wissenschaftler*innen am Max-Planck-Institut für…
Grundlegende Prinzipien, die Pandemien prägen
Jede Pandemie ist anders. Dennoch lassen sich bei allen Pandemien bestimmte Gemeinsamkeiten feststellen. Forschende des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPI-DS) haben gemeinsam mit einem interdisziplinären Team von Expert*innen zehn grundlegende Mechanismen zusammengetragen, mit denen sich die Entwicklung von Pandemien beschreiben lässt. Die Studie vereint dabei Erkenntnisse aus Epidemiologie, Soziologie, Mathematik,…
Nur das weltgrößte Sonnenteleskop und hochkomplexe Computersimulationen konnten die Wirbel sichtbar machen. Sie verändern unser Verständnis der Sonne.
Forschenden des US-amerikanischen National Solar Observatory der National Science Foundation (NSF NSO), des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen und des ebenfalls US-amerikanischen High Altitude Observatory (HAO) ist eine bahnbrechende Entdeckung auf dem Gebiet der Sonnenphysik gelungen. Neue Aufnahmen der Sonnenoberfläche mit Hilfe des weltgrößten Sonnenteleskops, des NSF Daniel K. Inouye Solar Telescope, das vom NSO…