Nachrichten aus dem Göttingen Campus

Um zu überleben, benötigen alle Lebewesen Energie. In den Zellen unseres Körpers wird diese durch die Kraftwerke der Zelle – die Mitochondrien – bereitgestellt. Die zellulären Energielieferanten besitzen dafür einen einzigartigen strukturellen Aufbau: Sie bestehen aus einer glatten äußeren und einer stark eingefalteten inneren Membran. Was die innere Membran in Form bringt, blieb jedoch bisher ein Rätsel. Ein Wissenschaftlerteam um Stefan Jakobs…
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Forschungsteam unter Göttinger Leitung stellt Zusammenhang mit Stempelhengst infrage
Das fragile Fohlen-Syndrom beim Warmblutpferd ist eine schwere, meist tödliche, genetische Erkrankung, die sich bereits nach der Geburt bei betroffenen Fohlen zeigt. Durch den Defekt ist das Bindegewebe instabil. Bei Belastung löst sich zum Beispiel die Haut vom darunterliegenden Gewebe und die Gelenke werden instabil. Ein Forschungsteam der Universitäten Göttingen und Halle konnte nun nachweisen, dass die Krankheit nicht auf den Stempelhengst…
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Das als Dopingmittel bekannte Erythropoietin könnte möglicherweise schwere COVID-19 Verläufe abschwächen
Erythropoietin ist eigentlich ein Medikament gegen Blutarmut. Forschenden des Max-Planck-Instituts für experimentelle Medizin in Göttingen zufolge könnte das in der Öffentlichkeit vor allem als Dopingmittel bekannte Epo auch bei Covid-19 wirksam sein. Der Wachstumsfaktor könnte schwere Krankheitsverläufe abschwächen und Patienten vor neurologischen Spätfolgen schützen, wenn das SARS-Cov-2-Virus das Gehirn angreift. Nachdem erste Fallstudien…
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Forschungsteam unter Göttinger Leitung untersucht Einfluss von Blühstreifen, Öko-Landbau und kleinen Feldern
Sowohl die Anlage von Blühstreifen an konventionellen Getreidefeldern als auch die erhöhte Blütendichte im Öko-Landbau fördern Hummeln wie auch einzeln lebende Wildbienen und Schwebfliegen. Hummelvölker profitieren von Blühstreifen an kleinen Feldern, aber von großen Feldern im Ökolandbau. Das zeigen Agrarökologinnen und Agrarökologen der Universität Göttingen in einem Vergleich verschiedener Anbausysteme und Landschaftstypen. Die Ergebnisse der…
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Göttinger Forschungsteam untersucht den Einfluss auf die Fleischqualität
Weltweit werden immer mehr tierische Produkte verzehrt, obwohl vegane und vegetarische Ernährungsstile in westlichen Ländern immer beliebter werden. Diese wachsende Nachfrage erfordert eine beträchtliche Menge an proteinreichem Futter für die landwirtschaftlichen Nutztiere. Der Anbau von Futtermitteln geht jedoch oft mit Landnutzungsveränderungen wie der Abholzung von Wäldern einher. Künftige Proteinfuttermittel sollten deshalb unabhängig von…
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In der Konvektionszone des Sterns vollführen die Plasmaströme einen gewaltigen Umlauf, der etwa 22 Jahre dauert
Die Aktivität der Sonne schwankt in einem etwa elfjährigen Rhythmus, was sich unter anderem in der Häufigkeit von Sonnenflecken zeigt. Eine vollständige magnetische Periode dauert 22 Jahre. Seit langem rätseln die Wissenschaftler, was hinter diesem Zyklus steckt. Er muss mit den Verhältnissen unter der „Haut“ des Sterns zusammenhängen: So reicht eine Schicht aus heißem Plasma – elektrisch leitendes Gas – von der Oberfläche bis 200.000 Kilometer…
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Forschungsteam unter Göttinger Leitung findet Mehrplanetensystem im Orbit von Gliese 887
Die uns am nächsten gelegenen Exoplaneten bieten die besten Möglichkeiten, um nach Beweisen für Leben außerhalb des Sonnensystems zu suchen. Forscherinnen und Forscher unter Leitung der Universität Göttingen haben ein System von Super-Erde-Planeten entdeckt, die den nahen Stern Gliese 887, den hellsten1 roten Zwergstern am Himmel, umkreisen. Super-Erden sind Planeten mit einer Masse, die höher ist als die der Erde, aber wesentlich geringer als…
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Die japanische Sonnenmission soll Mitte der 2020er ins All starten. Das MPS hat entscheidend zur Planung der Mission beigetragen.
Die japanische Weltraumagentur JAXA hat die Weltraummission Solar-C offiziell genehmigt. Der Forschungssatellit soll Mitte der 2020er Jahre abheben und aus dem Weltall ein hochauflösendes Spektrometer, das extrem kurzwelliges ultraviolettes Licht analysiert, auf die Sonne richten. Auf diese Weise soll der Forschungssatellit die bisher aufschlussreichsten Messdaten aus den heißen, äußeren Schichten der Sonne liefern. Das Max-Planck-Institut für…
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Karl Bertram und Chun So vom Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie sowie Fabian Jan Schwarzendahl vom MPI für Dynamik und Selbstorganisation haben die renommierte Otto-Hahn-Medaille erhalten. Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) ehrt damit jährlich die 30 besten Forscherinnen und Forscher für ihre herausragenden Leistungen während der Promotion. Nur wenige der Preisträgerinnen und Preisträger erhalten zusätzlich den Otto Hahn Award. Diese Ehre wird in diesem Jahr auch Chun So vom MPI für biophysikalische Chemie zuteil.
Wie die Eizelle ihren Chromosomensatz halbiert Aus zwei Hälften ein Ganzes zu machen, ist gar nicht so einfach. Zumindest, wenn es um die Vereinigung von Eizelle und Spermium geht. Vorher muss eine befruchtungsfähige Eizelle ihren vollständigen Chromosomensatz in einer speziellen Zellteilung halbieren, die Meiose genannt wird. Wenn dabei Fehler passieren, führt dies zu Eizellen mit überzähligen oder fehlenden Chromosomen. Werden diese Eizellen…
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Forschungsteam mit Göttinger Beteiligung entwickelt Konzepte zur Förderung der Biodiversität
Wälder, insbesondere in den Tropen, beherbergen die weltweit größte Artenvielfalt, sind aber durch die fortschreitende Landnutzung gefährdet. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat untersucht, wie hoch der Waldanteil in Kulturlandschaften sein muss, um die meisten Tier- und Pflanzenarten zu schützen, die von diesem Lebensraum abhängen. Die Waldanteile müssen bei mindestens 40 Prozent liegen, wobei rund…
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