Nachrichten aus dem Göttingen Campus

Internationales Forschungsteam zeigt Vorteile molekularer Züchtungsmethoden auf
Über zwei Milliarden Menschen weltweit leiden an Mikronährstoffmangel durch unzureichende Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen. Arme Bevölkerungsgruppen in den Entwicklungsländern sind besonders betroffen, weil sie sich häufig überwiegend von Grundnahrungsmitteln ernähren, die zwar viele Kalorien, aber nur wenig Mikronährstoffe enthalten. In einem neuen Übersichtsartikel zeigt ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universitä…
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Wissenschaftlerinnen der Universität Göttingen fordern konkrete Unterstützung für Kleinbauern in Indonesien
Die wachsende globale Nachfrage nach Palmöl hat zu einer rasanten Ausbreitung von Ölpalmmonokulturen in Südostasien geführt, häufig verbunden mit dem Verlust von natürlichen Lebensräumen und Artenvielfalt. Ölpalmmonokulturen sind gleichförmig strukturiert und bieten daher wenig Raum für verschiedene Arten. Eine Diversifizierung mit einheimischen Baumarten kann einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. Ein Forschungsteam der Universitäte…
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Am kommenden Donnerstag fliegt die Raumsonde BepiColombo an der Venus vorbei. Geplant sind Messungen in der Magnetosphäre des Planeten.
Auf ihrem Weg zum sonnennächsten Planeten Merkur ändert die europäisch-japanische Raumsonde BepiColombo am kommenden Donnerstag, 15. Oktober, erneut ihren Kurs. Nach dem Erdvorbeiflug im April dieses Jahres steht zu diesem Zweck jetzt der erste von insgesamt zwei Venus-Vorbeiflügen an. Er führt die Raumsonde, die vor zwei Jahren ins All gestartet ist, in einem Abstand von 10720 Kilometern an unserem Nachbarplaneten vorbei. Einigen der…
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Erst im Laufe von einigen Millionen Jahren hat das transneptunische Objekt Arrokoth seine bizarre, pfannkuchenflache Form erhalten
Das transneptunische Objekt Arrokoth, auch genannt Ultima Thule, an dem die NASA-Raumsonde New Horizons am Neujahrstag 2019 vorbeiflog, könnte seine Form in den ersten 100 Millionen Jahren seit seiner Entstehung stark verändert haben. In der heutigen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Astronomy schlagen Forschende unter Leitung der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen vor,…
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Die Corona-Pandemie bewältigen: Erstmals vernetzt die bundesdeutsche Universitätsmedizin ihre Forschungsressourcen. UMG koordiniert Verbundprojekt „B-FAST“ zu Test- und Überwachungsstrategien und Verbundprojekt „COMPASS“ zur Entwicklung einer Plattform für Pandemie-Apps mit und ist Partnerin in weiteren acht Verbundprojekten.
Die Corona-Pandemie stellt das Gesundheitssystem, die Entscheidungsträger*innen und die Bürger*innen vor neue und enorme Herausforderungen. Ziel ist es, das Wissen um bestmögliche Strategien zu erhöhen. Dafür haben sich alle 36 Universitätskliniken bundesweit zum nationalen Forschungsverbund „Netzwerk Universitätsmedizin“ (NUM) zusammengeschlossen. Ziel des Netzwerks Universitätsmedizin ist es, gemeinsam mit anderen Akteuren des…
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Göttinger Forscherteam vergleicht kognitive Fähigkeiten verschiedener Primatenarten
Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans sind unsere nächsten Verwandten, haben wie wir relativ große Gehirne und sind sehr intelligent. Aber schneiden Tiere, die größere Gehirne haben, auch wirklich besser in kognitiven Tests ab? Ein Forscherteam vom Deutschen Primatenzentrum (DPZ) – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen hat erstmals systematisch die kognitiven Fähigkeiten von Lemuren untersucht, die im Vergleich zu anderen Primaten…
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Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen entdecken neue Maiskrankheit
Der Schutz der Kulturpflanzen vor Schädlingen und Krankheiten ist eine essenzielle Voraussetzung für die sichere Versorgung mit Lebensmitteln. Etwa 95 Prozent der Lebensmittel stammen aus konventioneller Landwirtschaft, die zur Gesunderhaltung der Pflanzen auch chemische Pflanzenschutzmittel einsetzt. Zunehmend wird aber auch nach biologischen Pflanzenschutzmitteln als Alternative gesucht. Einige biologische Pflanzenschutzmittel enthalten lebende…
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Wenn man Ihnen eine Tasse heißen Kaffee und ein Glas kaltes Bier bringt, was sollten Sie zuerst trinken? Wird der Kaffee schneller kalt oder das Bier schneller warm? Ausgehend von unseren Alltagserfahrungen würde man erwarten, dass die Antwort nur davon abhängt, wie sehr sich die Temperatur der beiden Getränke von ihrer Umgebungstemperatur unterscheidet. Ist die Differenz gleich, sollten beide Vorgänge mit gleicher Geschwindigkeit ablaufen. Auf der Nanoskala gilt dies nicht: Kleine Systeme erwärmen sich schneller als sie abkühlen. Dies haben die Göttinger Max-Planck-Forscher Aljaz Godec und Allesio Lapolla jetzt mathematisch bewiesen.
Wenn sich nach einer schnellen Änderung der Temperatur das thermodynamische Gleichgewicht wiedereinstellt – in diesem Beispiel die Temperatur des Biers oder Kaffees – ist dabei die sogenannte freie Energie die treibende Kraft. Sie setzt sich aus zwei Treibkräften zusammen, die einander entgegenwirken: der Entropie und der Potenzialenergie. „Zapfen wir ein kaltes Bier, ändert sich dessen Umgebungstemperatur, denn im Fass ist es kühler“, erklärt…
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Göttinger Agrarökologen vergleichen Pestizide, Dünger und Handbestäubung in Indonesien
Kakao ist auf dem Weltmarkt stark nachgefragt, aber um die Produktion zu steigern, gibt es sehr unterschiedliche Wege. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat in einem gut replizierten Feldversuch in indonesischen Agroforstsystemen nun die relative Bedeutung des Einsatzes von Pestiziden, Dünger und Handbestäubung untersucht. Ihr Ergebnis: Eine Steigerung des Ertrags und des Einkommens bewirkten nicht die Agrochemikalien, sondern die…
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Weiche Materie auf neuen Wegen zur Selbstorganisation
Nematische Materialien, zum Beispiel die Flüssigkristalle in unseren Displays, enthalten Moleküle, die sich parallel zueinander ausrichten. Sie bestehen aus stabförmigen Molekülen und verbinden Eigenschaften von Flüssigkeiten mit Eigenschaften fester Kristalle. Sie fließen wie eine Flüssigkeit und ihre Bestandteile sind im Raum ungeordnet, aber sie sind in der Lage, sich selbst so zu orientieren, sodass die benachbarten Moleküle parallel…
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