Nachrichten aus dem Göttingen Campus

Ein neues Modell, das die Organisation von Organismen beschreibt, könnte helfen, biologische Prozesse besser zu verstehen
Auf den ersten Blick hat ein Wolfsrudel wenig mit Salatsauce zu tun. Doch ein Team um Ramin Golestanian, Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, hat nun ein Modell entwickelt, das eine Verbindung zwischen der Bewegung von Raub- und Beutetieren sowie der Entmischung von Öl und Essig herstellt. Sie erweiterten eine Formel, die bislang nur für unbelebte Materie galt. Damit lassen sich jetzt neben Raub- und Beutetieren…
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Forscherteam der Universität Göttingen vergleicht Entwicklung von Käfer- und Insektengehirn
Im menschlichen Gehirn sind hundert Milliarden Nervenzellen auf komplizierteste Weise miteinander verknüpft, und nur wenn diese Verschaltungen richtig angelegt sind, kann das Gehirn richtig funktionieren. Das ist bei Insekten nicht anders, auch wenn ihr Hirn „nur“ aus Hunderttausend bis eine Million Nervenzellen besteht. Trotzdem lässt sich bei Insekten unerwartet kompliziertes Verhalten beobachten, zum Beispiel bei der Aufzucht der Nachkommen im…
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Mehrere DLR-Institute untersuchten in einem Gemeinschaftsprojekt die Wirksamkeit von Stoffmasken.
Alltagsmasken stellen eine wichtige Komponente in der Bekämpfung der Corona-Pandemie dar. Neueste Erkenntnisse zeigen, wie beim Tragen einer Maske die Atemluft umgelenkt wird und wohin sich die darin befindlichen Aerosole verteilen. In einem interdisziplinären Gemeinschaftsprojekt haben mehrere Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Funktionsweise und Wirksamkeit von Alltagsmasken aus Stoff untersucht. Die Experimente…
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Kooperation zwischen DLR und GE Aviation in München für lärmarme Turboprop-Triebwerke
Welche Teile eines Flugzeugs verursachen Lärm und um welche Art von Lärm handelt es sich? Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und GE Aviation in München ist es zum ersten Mal gelungen, den von einem Flugzeug abgestrahlten Lärm am Boden und am Flugzeug synchron zu messen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen können zukünftige Flugzeuge leiser werden. Die Luftfahrtbranche arbeitet mit Nachdruck daran, die Auswirkungen…
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Damit sollen die niedersächsischen Kompetenzen in der Corona-Forschung gebündelt und Strategien für den Umgang mit künftigen Pandemien entwickelt werden.
Mit 8,4 Mio. Euro unterstützt das Ministerium für Wissenschaft und Kultur den Aufbau des COVID-19 Forschungsnetzwerkes Niedersachsen (COFONI). Damit sollen die niedersächsischen Kompetenzen in der Corona-Forschung gebündelt und Strategien für den Umgang mit künftigen Pandemien entwickelt werden. Die Koordination des Netzwerkes übernimmt Prof. Jürgen Wienands, Forschungsdekan der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Die zunächst bis 2022 bereit…
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Forscherteam unter Göttinger Leitung untersucht Agroforstsysteme auf Madagaskar
Der Anbau von Vanille in Madagaskar bringt den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ein gutes Einkommen, aber ohne Bäume und Büsche können die Plantagen sehr artenarm sein. Agrarökologinnen und Agrarökologen der Universität Göttingen haben in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen der Universität in Antananarivo (Madagaskar) das Zusammenspiel von Beutetieren und ihren Räubern in den Anbauflächen untersucht. Dafür brachten sie experimentell…
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Neue Technik von Göttinger Max-Planck-Forschern macht erstmals mit Kryo-Elektronenmikroskopie einzelne Atome in einem Protein sichtbar
Eine entscheidende Auflösungsgrenze in der Kryo-Elektronenmikroskopie ist geknackt. Holger Stark und sein Team am Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie haben zum ersten Mal einzelne Atome in einer Proteinstruktur beobachtet und die bisher schärfsten Bilder mit dieser Methode aufgenommen. Mit solch detaillierten Einblicken lässt sich besser verstehen, wie Proteine in der lebenden Zelle ihre Arbeit verrichten oder Krankheiten…
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VolkswagenStiftung fördert Projekt an Universität und Universitätsmedizin Göttingen
Die Erkennung und Diagnostik des Coronavirus ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. Allerdings ist die bisher genutzte Technologie bei Weitem noch nicht so schnell, präzise und verfügbar wie es wünschenswert wäre. Die VolkswagenStiftung fördert nun im Rahmen ihrer Anti-Corona-Initiative ein Projekt an der Universität und Universitätsmedizin Göttingen (UMG), in dem Nanosensoren zur schnellen optischen Erkennung des Virus…
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Agrarökologen untersuchen Produktionsbedingungen in peruanischen Kakao-Agroforstsystemen
Die Nachfrage nach Lebensmitteln aus den Tropen, deren Produktion hohen sozial und ökologischen Standards genügt, ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Konsumentinnen und Konsumenten treffen oft ethisch fragwürdige Entscheidungen, wenn die Produktion von Kinderarbeit, Hungerlöhnen oder Umweltzerstörungen geprägt ist. Aufbauend auf einem interdisziplinären Projekt in Peru hat nun ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Univ…
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Ethnologische Sammlung übergibt zwei Schädel an Te Papa-Tongarewa-Museum in Wellington
Auf Vermittlung des britischen Königshauses erhielt die Universität Göttingen im Jahr 1834 zwei tätowierte Maori-Schädel aus Neuseeland. Dorthin kehren sie nun wieder zurück: Am Donnerstag, 15. Oktober 2020, wurden die beiden Toi moko im Rahmen einer feierlichen Zeremonie an der Universität Göttingen den Maori und dem Te Papa-Tongarewa-Museum in Wellington übergeben. Seit 1934 zählten die beiden Schädel zum Bestand der Ethnologischen Sammlung…
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