Nachrichten aus dem Göttingen Campus

Grundlegende Prinzipien, die Pandemien prägen
Jede Pandemie ist anders. Dennoch lassen sich bei allen Pandemien bestimmte Gemeinsamkeiten feststellen. Forschende des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPI-DS) haben gemeinsam mit einem interdisziplinären Team von Expert*innen zehn grundlegende Mechanismen zusammengetragen, mit denen sich die Entwicklung von Pandemien beschreiben lässt. Die Studie vereint dabei Erkenntnisse aus Epidemiologie, Soziologie, Mathematik,…
Nur das weltgrößte Sonnenteleskop und hochkomplexe Computersimulationen konnten die Wirbel sichtbar machen. Sie verändern unser Verständnis der Sonne.
Forschenden des US-amerikanischen National Solar Observatory der National Science Foundation (NSF NSO), des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen und des ebenfalls US-amerikanischen High Altitude Observatory (HAO) ist eine bahnbrechende Entdeckung auf dem Gebiet der Sonnenphysik gelungen. Neue Aufnahmen der Sonnenoberfläche mit Hilfe des weltgrößten Sonnenteleskops, des NSF Daniel K. Inouye Solar Telescope, das vom NSO…
Göttinger Forschungsteam bildet Wellenfunktion eines Moleküls dreidimensional ab
Elektronen lassen sich nicht auf einen einzigen Ort festlegen. Das ist eine der zentralen Erkenntnisse der Quantenmechanik. An die Stelle des Ortes tritt die Wellenfunktion: eine mathematische Größe, die alle wichtigen Informationen über das Teilchen enthält. Einem interdisziplinären Forschungsteam der Universität Göttingen ist es nun gelungen, die Wellenfunktion eines nanometergroßen organischen Moleküls dreidimensional abzubilden – und das mit…
Forschende vom Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen liefern Hinweise auf einen möglichen Kreuzschutz durch einen bereits zugelassenen Zaire-Ebolavirus-Impfstoff.
Ebolaviren zählen zu den gefährlichsten bekannten Krankheitserregern des Menschen. Drei Ebolavirus-Spezies haben wiederholt größere Krankheitsausbrüche auf dem afrikanischen Kontinent verursacht. Die meisten Ausbrüche wurden durch das Zaire-Ebolavirus ausgelöst. Für diese Virusart stehen Medikamente und Impfstoffe zur Verfügung. Gegen das Bundibugyo-Ebolavirus, den Auslöser des laufenden Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda,…
Constantin Pape wird zukünftig eine Brückenarbeitsgruppe am Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften (MPI-NAT) leiten.
Constantin Pape forscht seit 2022 als Juniorprofessor an der Universität Göttingen an Methoden zur Bildverarbeitung in der Biologie und Medizin. Er setzt künstliche Intelligenz (KI) ein, um Zellen, Gewebe, Organe und ganze Organismen mit Fluoreszenz- und Elektronenmikroskopie zu analysieren. Mit seiner neuen Gruppe am MPI-NAT wird Pape seine Arbeiten um die molekulare Ebene erweitern und eine Brücke zwischen der Universität Göttingen und dem…
Das Projekt INSIDE wird neu entdeckte Sonnenschwingungen nutzen, um das verborgene Magnetfeld der Sonne aufzudecken und die Funktionsweise des Sonnendynamos zu ergründen.
Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat Prof. Dr. Laurent Gizon vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) und von der Fakultät für Physik der Universität Göttingen einen seiner renommierten ERC Advanced Grants verliehen. In den nächsten fünf Jahren wird das Projekt INSIDE („Mapping Magnetic Fields in the Solar Interior“) mit 2,5 Millionen Euro gefördert. Es zielt darauf ab, eine der wichtigsten ungeklärten Fragen der Sonnenphysik zu…
Musikwissenschaftlerin der Universität Göttingen erhält ERC Advanced Grant über 2,6 Millionen Euro
Die Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Birgit Abels von der Universität Göttingen hat einen Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) erhalten. Für einen Zeitraum von fünf Jahren fördert der ERC ihr Projekt „Vibrant Environmentality: Sonic Agentivity in the Anthropocene“ (VibE) mit rund 2,6 Millionen Euro. In dem Projekt erforscht Abels mit ihrem Team, wie Menschen sich ihre Welt durch das Hören erschaffen und wie Musikmachen ein…
Alexander Rotsch erhält die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) für herausragende Leistungen in seiner Dissertation. Die MPG verlieh ihm die Medaille im Rahmen ihrer Jahresversammlung am 17. Juni in Frankfurt am Main.
Alexander Rotsch erforschte für seine Doktorarbeit einen molekularbiologischen „Kriminalfall“: den Diebstahl sogenannter mRNA-Kappen durch Influenza-Viren. Die Kappen markieren mRNAs als zelleigene Moleküle und damit als harmlos. Fehlt eine Kappe, erkennt das Immunsystem die mRNA als fremd und potenziell schädlich – und löst eine antivirale Reaktion aus, die die RNA abbaut. Die Kappen sind daher essentiell für den Schutz der mRNA-Moleküle. Um…
Studie wirft neues Licht auf die Organisation von Nervenzellen. Durchgeführt wurde sie mit Weißbüschelaffen des DPZ.
Menschen und andere Primaten verfügen über eine hochentwickelte und hierarchisch organisierte Sehverarbeitung im Gehirn. Die bewusste Verarbeitung von Sehinformationen beginnt im primären visuellen Kortex. Hier werden Merkmale wie Kanten, Linien, Bewegung und Farbe erkannt und letztlich an höhere Areale wie den lateralen präfrontalen Kortex weitergeleitet. Diese Hirnregion spielt eine wichtige Rolle für das Arbeitsgedächtnis, das auch für die…
Chemische Kondensate zeigen nicht-reziproke Wechselwirkungen und Verfolgungsdynamik, selbst wenn nur Anziehungskräfte vorhanden sind
Innerhalb von Zellen werden bestimmte Funktionen durch eine lokale Anpassung der molekularen Zusammensetzung erfüllt.  Materialverdichtung führt dabei zur Bildung dichter Tröpfchen, die sich dynamisch neu anordnen können. Dabei bestimmt insbesondere die Wechselwirkung zwischen solchen dichten Regionen die Beschaffenheit der Kondensate. Wissenschaftler der Abteilung Physik lebender Materie am MPI-DS haben kürzlich ein Modell entwickelt, das eine…