Nachrichten aus dem Göttingen Campus

Patrick Jendritza vom Salk Institute for Biological Studies, USA, hat eine „Junior Fellow Position“ am Else Kröner Fresenius Zentrum für Optogenetische Therapien (EKFZ-OT) der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) erhalten. Der Nachwuchswissenschaftler leitet seit 1. Januar 2026 die Forschungsgruppe „Visual Circuits“, die sich mit der Entwicklung von Licht gesteuerten Hirn-Computer-Schnittstellen zur Wiederherstellung des Sehvermögens befasst. Die…
Durch Neubewerten einer 33 Jahre alten Publikation bestätigt der MPS-Forscher, dass die Sonne nicht für den Temperaturanstieg auf der Erde im vergangenen Jahrhundert verantwortlich ist.
Wie beeinflussen Helligkeitsschwankungen der Sonne das Klima auf der Erde? Und welche Rolle spielt unser Stern im aktuellen Klimawandel? Um diese Fragen zu beantworten, braucht es einen Blick in die Vergangenheit. Aussagekräftigste Messgröße dabei ist die Gesamtstrahlungsleistung der Sonne. Sie gibt an, wie viel Strahlung von der Sonne in allen Wellenlängen die Erdatmosphäre erreicht. Mit ausreichender Genauigkeit direkt messbar ist diese Größe…
Forschungsteam optimiert Mikroskop mit neuartiger Technologie
Lichtblattmikroskope machen Gewebe und ganze Organe in eindrucksvollen 3D-Bildern sichtbar, etwa die filigrane Hörschnecke im Innenohr oder das komplexe Gehirn einer Maus. Eine dünne Schicht aus Licht, das Lichtblatt, bewegt sich dabei durch die Probe und erzeugt Ebene für Ebene ein dreidimensionales Abbild. Bei größeren Proben stoßen herkömmliche Geräte jedoch an Grenzen: Sie sind langsam und liefern unscharfe Bilder. Eine technologisch…
Studie zeigt, wie sich Zweiergruppen bei einer gemeinsamen Aufgabe koordinieren
Wie entscheiden Menschen in Alltagssituationen, ob sie zusammenarbeiten oder miteinander konkurrieren – etwa, wenn zwei Personen gleichzeitig nach einem Gegenstand greifen oder gemeinsam eine Aufgabe lösen? Eine Studie des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPI), der Universität Göttingen und des Deutschen Primatenzentrums – Leibniz-Institut für Primatenforschung (DPZ) zeigt, dass solche Entscheidungen nicht bereits im…
Forschende analysieren verschiedene Modelle multifunktionaler Landschaften
Weltweit steht die Landnutzung im Zentrum zahlreicher Krisen unserer Zeit: Klimawandel, Biodiversitätsverlust, soziale Ungerechtigkeit und Ernährungsunsicherheit verbinden sich zu einer Polykrise, die durch nicht-nachhaltige Praktiken wie industrielle Landwirtschaft verschärft wird. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, müssen große Teile der Erdoberfläche mehrere Nutzungsansprüche gleichzeitig erfüllen – von Artenschutz über…
Der Mars-Rover Perseverance hat zahlreiche Proben genommen, die zur Erde reisen sollen. Aktuelle Studien bereiten den künftigen Umgang mit dem kostbaren Material vor.
Der Mars ist ein unwirtlicher und lebensfeindlicher Wüstenplant. Vor Milliarden von Jahren war das anders. Im Jezero-Krater zum Beispiel erstreckte sich wohl, gespeist von einem weit verzweigten Flussdelta, eine beträchtliche Wasserfläche in etwa von der Größe des Bodensees. Dort könnten lebensfreundliche Bedingungen geherrscht haben. Seit mehr als vier Jahren ist der längst ausgetrocknete Jezero-Krater der Arbeitsplatz von Perseverance. Der…
Studie des Deutschen Primatenzentrums zeigt Parallelen zwischen Guineapavianen und menschlichen Jäger- und Sammlergesellschaften
Die Beziehungsqualität und die soziale Organisation einer Gesellschaft beeinflussen nicht nur bei Menschen, sondern auch bei anderen Primaten die Weitergabe wertvoller Ressourcen. Dies haben Forschende am Deutschen Primatenzentrum (DPZ) – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen am Beispiel der Guineapaviane (Papio papio) herausgefunden, die Fleisch nach ähnlichen Mustern weitergeben wie menschliche Jäger- und Sammlergesellschaften.…
EU finanziert neues internationales Ausbildungsnetzwerk für Promovierende
Komplexe biologische Systeme sind mehr als die Summe ihrer Teile – ihre Eigenschaften ergeben sich aus dem dynamischen Zusammenspiel ihrer Bestandteile, wie Moleküle oder Zellen. In einem internationalen Netzwerk bekommen Promovierende nun die Chance, eine eigene theoretische Perspektive auf diese Systeme zu entwickeln. Die Europäische Union fördert das Netzwerk im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen mit insgesamt 4,5 Millionen Euro. Ins…
Gefördert durch ein ERC Starting Grant untersucht MPS-Forscher Christian Renggli eine entscheidende Phase der Planetenentwicklung.
Riesige Ozeane aus heißem, rotglühendem Magma bedeckten in den Kindertagen unseres Sonnensystems jeden der vier inneren Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars. Die notwendige Hitze, um das Gestein zu schmelzen, stammte aus dem Zerfall radioaktiver Elemente oder von gewaltigen Einschlägen. Aus den Gesteinsschmelzen entwichen Gase und bildeten so die ersten Atmosphären. Auf jungen, noch heißen Exoplaneten außerhalb unseres Sonnensystems dürften…
In turbulenten Flüssigkeiten geschieht die Vermischung der Komponenten problemlos. In viskoseren Flüssigkeiten jedoch, wie sie beispielsweise im Inneren von Zellen vorkommen, ist die Vermischung von Partikeln und Molekülen wesentlich schwieriger, jedoch wichtige Voraussetzung für deren Funktionalität. Da in solchen Systemen auch die Zeit eine Rolle spielt, reicht die langsame Vermischung durch bloße Molekülbewegung in der Regel nicht aus.…